S&L Brandschutz und Sicherheit

Vorbeugender Brandschutz

Was passiert, wenn es einmal zu einem Gebäudebrand kommt?

Ein Fall der hoffentlich niemals eintritt. Trotzdem will natürlich jeder, der ein Dach baut, diese Fragen beantwortet wissen. In Europa und Deutschland gibt es strenge Regeln, deren Beachtung vor einem solchen Fall schützen sollen. Durch die Wahl der richtigen Materialien, kann vorbeugender Brandschutz gewährleistet werden. Setz & Leuwer unterstützt Sie dabei!

Baulicher Brandschutz: Wir beraten Sie umfassend

Das Thema Brandschutz unterliegt strengen Regeln, die sich auch noch von Bundesland zu Bundesland unterscheiden.

Grundsätzlich gilt: Brandschutz beim Dach und bei anderen Bauteilen ist umso strenger geregelt, je höher die Gebäudeklasse ist. Eine Orientierung bieten die durch die deutsche Norm DIN 4102-2 definierten Feuerwiderstandsklassen:

  • feuerhemmend (F30)
  • hochfeuerhemmend (F60)
  • feuerbeständig (F90)
  • hochfeuerbeständig (F120)
  • höchstfeuerbeständig (F180)

Vorbeugender Brandschutz auf dem Dach: “harte” und “weiche” Bedachung

Das hat jetzt nichts mit der Festigkeit der Eindeckung zu tun, sondern damit, wie anfällig die Eindeckung für Feuer von außen ist. Harte Bedachungen wie Tonziegel, Schiefer oder andere Dachsteine sind widerstandsfähig gegen Flugfeuer und Strahlungswärme, während Dächer aus Holzschindeln oder Stroh meist schneller Feuer fangen. Für weiche Bedachungen gelten in den Bauordnungen deshalb oft strengere Regeln beim Brandschutz fürs Dach, als bei der harten Bedachung.

Wir wissen, wie wichtig das Thema Brandschutz ist und gleichzeitig kann es ganz schön verwirrend sein. Deshalb beraten wir Sie bei jeder Entscheidung, sodass Sie unter unserem Dach immer sicher und gut schlafen können

Vorbeugender Brandschutz unter dem Dach: Materialien und ihre Baustoffklassen

Wie gut der Brandschutz beim Dach ist, hängt auch von den Baustoffklassen der Materialien ab, die für den Bau des Dachstuhls sowie der Dachdämmung verwendet werden. In der DIN 4102-2 werden Baumaterialien eingestuft in:

  • nichtbrennbare Materialien ohne bzw. mit Anteilen von brennbaren Baustoffen (A1 und A2)
  • schwerentflammbare (B1)
  • normalentflammbare (B2) – in der Regel werden mit dieser Stufe bereits alle Anforderungen erfüllt.
  • leichtentflammbare Materialien (B3)

Wir setzen auf Naturdämmstoffe wie Jute, Holzfaser und Stroh. Wie bei einigen konventionellen Dämmstoffen gibt es auch bei Naturdämmstoffen die verbreitete Sorge, dass sie brandgefährlich seien. Fakt ist jedoch: Es gibt keine erhöhte Brandgefahr, wenn zugelassene Dämmprodukte professionell, unter Beachtung der geltenden Brandschutzregeln  installiert werden. Obwohl viele Naturmaterialien an sich brennbar sind, können die Brandschutzanforderungen durch die Anwendung von bestimmten Brandschutzmitteln (z.B. Molke, Ammoniumsalze, Soda) eingehalten werden. Wir beraten Sie dazu!

Natürliche Dämmstoffe sind dem traditionellen Material in jeder Hinsicht überlegen.

Tim Leuwer
Dachdeckermeister

Brandschutzkonzept: Zugelassene Naturdämmstoffe sind sicher

Naturdämmstoffe wie Jute, Stroh und Holzfaser erfüllen generell die Kriterien der Baustoffklasse B2 und sind als „normalentflammbare“ Materialien für viele Anwendungen am Bau zugelassen. Auch wenn das vielleicht nicht übermäßig positiv klingt, ist das eine gute Nachricht. Durch den richtigen Einbau und verschiedene Brandschutzmaßnahmen wie Brandriegel oder eines Sturzschutz erhöht sich die Sicherheit zusätzlich.

Grenzen für Dämmung aus Naturprodukten

Es gibt Anwendungsbereiche, bei denen natürliche Dämmstoffe an bauordnungsrechtliche Grenzen stoßen. Sie dürfen beispielsweise in hohen Gebäuden (in der Regel über 7 m) und bei Gebäuden mit großen Nutzungseinheiten generell nicht eingesetzt werden. Die meisten Naturdämmstoffe dürfen zudem nicht oder nur mit Einschränkungen für sogenannte Perimeterdämmungen (z.B. erdberührte Bauteile wie Kellerdecke und Kellerwände) angewendet werden. Aber auch hier stehen wir Ihnen als kompetenter Partner zur Seite – und finden eine Lösung, keine Sorge! Auch mit künstlichen Dämmstoffen kann man die Umwelt im Blick behalten. Fragen Sie uns gerne!

Vorbeugender Brandschutz mit Dämmung aus Holz: schadstofffrei und brandsicher

Holzfaserplatten weisen einen so hohen Widerstand auf, dass sie problemlos in geprüften Konstruktionen bis zu einer Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten eingesetzt werden können. Holzfaserdämmstoffe sind als normal entflammbar eingestuft, sie können damit bis zur Gebäudeklasse 3 (in Gebäuden geringer Höhe) eingesetzt werden. Dies sind typischerweise Gebäude in 2,5- bis 3-geschossiger Bauweise.

Vorbeugender Brandschutz mit Dämmung aus Jute: recycelt und genauso sicher, wie herkömmliches Dämmmaterial

Die Jute wird in den Dachstuhl eingeklemmt und mit Brandschutzmittel vor Fremdentzündung geschützt. Hier können wir auch auf natürliche Mittel zurückgreifen. Jutefaserdämmstoffe sind als normal entflammbar eingestuft, sie können damit bis zur Gebäudeklasse 3 (in Gebäuden geringer Höhe) eingesetzt werden.

Vorbeugender Brandschutz mit Dämmung aus Stroh: nachwachsender Rohstoff und höchste Feuerwiderstandsklasse

Strohdämmung mit beidseitigem Kalkputz kann dem Feuer über 90 Minuten standhalten und erhält so die höchste Feuerwiderstandsklasse (F90 „feuerbeständig“ nach DIN 4102-2). Auch wenn es nicht ganz so leicht einzubauen ist – Strohdämmung muss eingeblasen oder gepresst werden: Wir machen das für Sie! Nachhaltig und wirtschaftlich.

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