27 Apr 2020

Dem Flachdach wird oft nachgesagt, es sei die schadenanfälligere Dachvariante. Doch bei fachgerechter Montage durch einen Experten steht das Flachdach einem Steildach in nichts nach. Es bietet sogar einige Vorteile wie Spielraum für nachträgliche Veränderungen oder den Einbau zusätzlicher Lichtquellen. Inzwischen setzen viele Bauherren und Architekten auf die flache Dachvariante. Wir haben die wichtigsten Fakten sowie Vorteile und Nachteile von Flachdächern zusammengefasst.

Was macht ein Dach zum Flachdach?

Als Flachdach wird ein Dach bezeichnet, das keine oder nur eine sehr geringe Neigung aufweist. Eine festgelegte Neigungsgrenze, die angibt, ab wann ein Dach als flach oder steil bezeichnet wird, gibt es nicht. Grundsätzlich spricht man jedoch bei Neigungen bis zu zehn Grad von einem Flachdach, denn ab diesem Winkel kann ein Dach auch auf die übliche “Steildach-Weise” eingedeckt werden. Des weiteren unterscheidet man zwischen nicht genutzten und beispielsweise als Terrasse oder Dachgarten genutzten Dächern.

Was kostet ein Flachdach?

Die Preisspanne für Flachdächer ist groß. Die Kosten sind vor allem von der Größe des Daches, der Art der Eindeckung, dem Dachkonstrukt beziehungsweise der Dicke und dem Material der Dämmung abhängig. Aber auch die Wahl des Dachdeckers spielt eine Rolle bei der Preisfrage. Bei den Kosten sollten auch Wartungs- und gegebenenfalls zukünftige Sanierungskosten berücksichtig werden.

So werden Flachdächer gedämmt

Für die Isolation von Flachdächern gibt es drei verschiedene Ausführungsmöglichkeiten. Die einfachste Variante ist das “Umkehrdach”. Dabei bildet die Dämmung die oberste Schicht der Dachkonstruktion und erst darunter erfolgt die Abdichtung des Daches.

Bei einem “Kaltdach” bildet die Abdichtung die oberste Schicht. Darauf folgt eine “kalte” Luftschicht. Die Dämmung grenzt schließlich Luftschicht und Wohnraum voneinander ab.

Die dritte Variante ist das “Warmdach”. Hier bildet ebenfalls die Abdichtung die oberste Schicht, direkt gefolgt von der Dämmung. Diese erfordert eine absolute Dichtheit. Denn wenn sie undicht ist, kann Flüssigkeit in der Dämmung nicht entweichen und schwere Schäden in der gesamten Dachkonstruktion verursachen.

Thema Sanierung: Gibt es Besonderheiten bei Flachdächern?

Flachdach Konstruktionen haben wie alle Dächer keine endlose Lebensdauer. Regelmäßige Wartung und Kontrolle ist bei ihnen unabdingbar. Sind entsprechende Instandhaltungsmaßnahmen notwendig, sollten Sie diese unverzüglich durchführen. Oftmals ist es allerdings wirtschaftlicher, sich für eine vollständige Sanierung zu entscheiden. Denn bei der Flachdachsanierung ist es verhältnismäßig unkompliziert, die Dämmung zu erneuern und so die Energieeffizienz zu steigern und in Zukunft unnötige Heizkosten einzusparen.

Wie bekomme ich Tageslicht durch mein Flachdach?

Um den Wohnraum unter dem Dach mit Tageslicht zu füllen, gibt es spezielle Dachfenster und Lichtkuppeln, die den Anforderungen der Witterungsbedingungen, wie einer Traglasterhöhung durch Schneefall oder dem direkten Aufprall von Hagel angepasst sind. “Bei der Planung eines Flachdaches sollte stets ein Profi ans Werk gelassen werden”, weiß Tobias Setz, Geschäftsführer von Setz & Leuwer. Egal, ob mit oder ohne Lichtkuppeln oder sonstigen Extras: Beim Thema Dach sollten Bauherren immer auf Nummer sicher gehen und einen Fachmann beauftragen, um undichte Stellen, Instabilität oder eine unzureichende Dämmung zu vermeiden. “Das gilt für Flachdächer wie für Steildächer”, ergänzt Tim Leuwer, ebenfalls Geschäftsführer von Setz & Leuwer.

Vor- und Nachteile eines Flachdachs auf einen Blick

Vorteile Nachteile
Auch nach der Fertigstellung eines Hauses ist es mit einem Flachdach problemlos möglich, den Wohnraum zu vergrößern. Bei nicht fachgerechter Arbeit kann es zu Schimmel und Wasserschäden in der Dachkonstruktion kommen.
Ein Flachdach besitzt in der Regel ein geringes Eigengewicht, sodass es um einiges leichter ist als ein geneigtes Dach. Der Wartungszyklus ist höher als beim Steildach; es können häufiger Renovierungsarbeiten anfallen.
Innenliegende Räume können durch Lichtkuppeln im Flachdach optimal ausgeleuchtet werden, da die Lichtquellen direkt ins Dach eingebaut werden können. Auch hohe witterungsbedingte Lasten wie Schnee sollte man in die Tragfähigkeit einkalkulieren.

 

Die Nutzungsmöglichkeit eines Flachdaches als Dachterrasse erweitert die nutzbare Fläche des Grundstücks.
Photovoltaik-Anlagen können unkompliziert und auch nachträglich installiert werden.

Als Meisterbetrieb beraten wir Sie jederzeit gerne bei Fragen rund um das Thema Flachdach. Schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an – wir sind für Sie jederzeit im Einsatz!

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