12 Jan 2021

Flachdächer sind Witterung und Temperatur in besonderem Maße ausgesetzt und müssen deshalb hohe Anforderungen erfüllen. Sowohl Sonnenstrahlen als auch Regen und Schnee treffen im 90 Grad Winkel auf die Dachhaut. Umso wichtiger ist es, ein Flachdach gut zu dämmen und abzudichten. Es lohnt sich etwas mehr zu investieren, wenn ein Neubau oder eine Sanierung des Flachdachs ansteht.

Ab wann ist ein Dach ein Flachdach?

Unter Flachdächern versteht man im Allgemeinen Dächer, die eine Neigung von etwa zehn Grad nicht übersteigen. Eine eindeutige Abgrenzung, ab wann ein Dach ein Flachdach ist, gibt es in den deutschen Bauordnungen jedoch nicht.

Flachdach Dämmen: Wie sind Flachdächer aufgebaut?

Flachdächer gibt es in zahlreichen Ausführungen. Sie unterscheiden sich in Konstruktion, Aufbau, Neigungswinkel und den verschiedenen Materialien. Am häufigsten wird zwischen belüfteten und nicht belüfteten Flachdächern und einlagigen bzw. zweilagigen Abdichtungen unterschieden.

Flachdach sanieren: Die Dachkonstruktion

Die Dachkonstruktion beginnt mit der obersten Geschossdecke des Hauses. Diese besteht bei den allermeisten Flachdächern aus massivem Stahlbeton, bei Lagerhallen oder ähnlichen industriellen Bauwerken sind jedoch auch Geschossdecken aus Profilblechen üblich. Bei solchen geschlossenen Decken kann die Wärmedämmung vollflächig obendrauf verlegt werden, eine Belüftung ist nicht nötig. Selten kann die Decke auch aus Holzbalken bestehen. In diesem Fall kann die Dämmung auch zwischen den Balken verlegt werden, was in der Regel aber eine Belüftung notwendig macht.

Flachdach dämmen: Wie wird die Dämmung in die Dachkonstruktion integriert?

Die drei gängigsten Arten der Dachkonstruktionen sind das Kaltdach (belüftet), das Warmdach (unbelüftet) und das Umkehrdach. Mehr zu den verschiedenen Unterkonstruktionen, Vorteilen und Nachteilen von Flachdächern lesen Sie hier.

Flachdach abdichten: Wer billig saniert, zahlt doppelt!

„Die sachgemäße komplette Abdichtung eines Flachdachs ist das A und O, denn undichte Stellen am Dach sind Gift für Dämmung und Unterbau. Deshalb ist die Sanierung eines alten Dachs niemals ein DIY-Projekt und das Hinzuziehen von professionellen Dachdeckern bei der Flachdachsanierung notwendig“, mahnt Tobias Setz, Inhaber vom Dachdecker-Meisterbetrieb Setz und Leuwer. Mehr zur Abdichtung von Flachdächern lesen sie hier.

Ganz schön schräg: Warum sind Flachdächer nie komplett flach?

Dass Flachdächer niemals komplett flach sind, hat einen einfachen Grund: Stauwasser – einer der größten Risikofaktoren für die Dichte und Dämmung eines Flachdachs, denn Stauwasser kann

  1. das Wachstum von Algen und anderen Pflanzen und Kleinstlebewesen begünstigen, die die Dachhaut angreifen.
  2. die zerstörerische Wirkung der UV-Strahlen durch Brechen des Lichts verstärken.
  3. an heißen Tagen zu thermischen Spannungen in der Dachhaut führen – trockene Stellen werden deutlich heißer als feuchte.
  4. Weichmacher aus den Bitumen Schweißbahnen schwemmen und die Dachhaut spröde machen. Einer der Hauptgründe, warum alte Flachdächer undicht werden und saniert werden müssen.

Die Dachneigung sorgt also dafür, dass das Stauwasser nach Regengüssen oder Schnee kontrolliert abfließen kann und das Flachdach nicht zusätzlich belastet.

Flachdach dämmen: Welche Materialien eignen sich??

Grundsätzlich eigenen sich alle gängigen Dämmstoffe, die bei Steildächern verwendet werden, auch für die Dämmung von flachen Dächern. Bei Setz und Leuwer haben wir es uns jedoch zur Aufgabe gemacht, möglichst nachhaltig zu arbeiten und ökologische Baumaterialien zu verwenden. So eignen sich Jutefasern, Holzfasern und Stroh mindestens genauso gut zur Dämmung wie herkömmliche Dämmstoffe und schonen dabei die Umwelt erheblich.

Kann ich die Sanierung meines alten Dachs fördern lassen?

Eine komplette Flachdachsanierung kann Hausbesitzern teuer zu stehen kommen. Gut, dass es Möglichkeiten gibt, sich dabei finanziell unter die Arme greifen zu lassen. Dachsanierungen zur Steigerung der Energieeffizienz werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bezuschusst. Neben Zuschüssen (KfW 430) werden auch günstige Kredite (Förderprogramm 151/152) vergeben. „Entscheidend ist es, die Mittel schon vor Umsetzungsbeginn der Sanierungsmaßnahmen zu beantragen“, weiß Dach-Experte und Setz und Leuwer Inhaber Tim Leuwer.

Sind Sie auf der Suche nach einem kompetenten Dachdecker-Team, das sich der Sanierung Ihres Dachs annimmt oder Sie diesbezüglich umfangreich berät? Dann sind Sie bei Setz und Leuwer in den besten Händen. Vereinbaren Sie noch heute einen unverbindlichen Beratungstermin!

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